ELIOT – MY SUPERLATIVE PIECE OF ART

Vom ersten eigenen Comic, zum Crash der ersten DotCom Blase – unser Lieblingsspucki Eliot hat schon so einiges erlebt.

Auf Superlative spricht er über diese gesammelten Erfahrungen und stellt nebenbei noch dasjenige seiner Kunstwerke vor, das ihn bis heuteam meisten flasht.

 

My Superlative Piece of Art – Eliot

 

Hallo, wer bist Du?
Servuz, ich bin der Eliot. Ich gehöre zu den Urgesteinen der deutschen HipHop Kultur heisst es. Meine Wurzeln sind Graffiti, Comix und Beatbox. Meinen Arbeiten schauen heute aber mehr nach PopArt aus. Technisch ist Stickerei, Siebdruck, Collage und Skulptur mit dazu gekommen. Ich habe jung angefangen, bevor das Internet demokratisiert wurde.

Eliot - Backpiece

Eliot – Backpiece

 

Warum ist dieses Stück Deine persönliche Lieblingsarbeit?
Ich mag jede meiner Arbeiten bin aber mehr oder weniger zufrieden.
Es gibt einige Lieblingsarbeiten.

Eliot - My Superlative Piece Of Art: Scunk & Eliot

Eliot – My Superlative Piece Of Art: Scunk & Eliot

Dieses „My Superlative Piece Of Art“ Bild ist noch viel mehr, es steht für meine ersten 10 Jahre kreative Arbeit:
Legal Graffiti malen und Geld damit verdienen, was die Spießer hassten genauso wie die Graff-Hardliner.
Europas größte legale Graffiti Aktion zu der Zeit koordinieren. Von zuhause ausziehen, mit Scunk zusammen eine WG gründen, wo auch unser gemeinsames Comic Album entstanden ist. Scunk & Eliot sind die jüngsten Gründungsmitglieder des Comicvereins „Comic Strich“. Haben erste Veröffentlichungen im „Kromix“. Signieren auf Comic Messen.Erste Ausstellungen, erstes mal Beatbox auf der Bühne. 8-Bit Beate Uhse Katalog auf BTX mit 14.4 kbit/s Modem.
Groupies. Lebenspartnerinnen. Doom.

Eliot: Madonna - Like A Virgin

Eliot: Madonna – Like A Virgin

Wir sind Teil des Core-Teams einer ersten Multimedia-Klitsche. Bekommen Preise für unsere Multimedia Anwendungen. Die Möglichkeit ein AAA Computer-Spiel zu machen. Dann mein Austritt aus der Firma weil ich mit den Zielen und dem Gehabe des Vorstandes nicht einverstanden war. Für mich ein krasser Schritt, nach sechs Jahren Aufbau und all den super Leuten und Freunden dort. Aber, wie sich rausstellte, nur Monate vor der Insolvenz im Crash der ersten Dot Com Blase.

Bis Sommer 1999 haben Scunk und ich über 10 Jahre jeden Tag zusammen gemalt, gearbeitet, gelernt, entwickelt und neue Wege begangen. Graffiti, Beatbox, Internet, Multimedia, Animation, 3D Computerspiele… das war ja alles zu der Zeit neu oder Subkultur mit kleinen Szenen und wir waren Teil von diesen ganzen Entwicklungsprozessen. Wir haben super gelebt und ne mords Gaudi gehabt. Aber Scunk blieb noch bei der Firma bis dort das Licht aus war. Ich ging meiner Wege allein.

Dieses Bild ist meine Erinnerung an diese Zeit. Wie ein altes Mixtape nur mit Farbe.

Eliot: Embroider Installation

Eliot: Embroider Installation

Gibt es eine Geschichte dahinter, wie ist es entstanden?
Das Bild ist 1993 zusammen mit meinem Kumpel Scunk entstanden. Scunk hat sich gemalt, ich habe mich gemalt, wie wir es auch in unseren Comix getan haben. Leinwand, Pinsel, Dose (Sparvar) auf billiger fertig Leinwand 70×100 cm. Wenn ich mich richtig erinnere haben wir das mal wieder auf den letzten Drücker für eine Ausstellung gemalt. Mit den Dosen die wir von erledigten Aufträgen über hatten.
Das Bild hat ein eigenes Leben. Erst wanderte es unkontrolliert von einer Hand zur anderen in mehrere Ausstellungen. Dann parkte es in unterschiedlichen Wohnzimmern. Bei mir ist es seit meiner Zeit in Berlin wieder. Es ist verzogen, hat Löcher, Risse in der Farbe und einen von hinten mit Gaffer geflickten Schnitt.Es hat Character.

Eliot: Rainbow Soup

Eliot: Rainbow Soup

Was bedeutet Kunst für Dich?
Ich habe das starke Bedürfnis in Harmonie mit meinen eigenen Vorstellungen und Ansprüchen zu Leben. Ich möchte mich verbessern, verändern, das Beste geben und meine Talente und Interessen ausleben. Von Anderen vorgegebene Maßstäbe, Werte und starre Prozesse als Lebensinhalt entsprechen nicht meiner Natur. Mein Handeln, Schaffen, meine Erkenntnisse, Erfahrungen und Bekanntschaften füllen und bereichern meine Existenz. Ich will ästhetisch, also visuell, auditiv und haptisch, stimuliert sein. Durch mich selbst und durch andere. Das empfinde ich als sinnvolles Dasein, macht mich Glücklich und befriedigt meinen Intellekt.
Und dann ein großes Wienerschnitzel.

Eliot: Kulturtour

Eliot: Kulturtour

 

 

 

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Janny Schulte

Even though my mom raised me right that rap shit saved my life and sometimes I may look kinda funny but ain´t no fool cause whatever I want to do I make it clever. Still life as a shorty shouldn´t be so rough but I´m leaving the past cause I learned I´m the only motherfucker that can change my life.

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