FALK SCHACHT – CATCH THE BEAT

Falk Schacht ist mittlerweile eine Koryphäe in der Hip Hop und Rap Szene – jüngst hat er sein eigenes Plattenlabel „Catch The Beat“ gegründet und als ersten Release den Soundtrack zum Skatefilm „Street Jazz“ von TPDG Supplies produziert. Im Interview erklärt er was es mit all dem auf sich hat…

Du bist mittlerweile eine Koryphäe in der Hip Hop und Rap Szene, was hat Dich nun bewegt ein eigenes Plattenlabel zu gründen und was möchtest Du damit erreichen?

Ich bekomme sehr viel Musik gezeigt und wenn mir wirklich etwas gefallen hat, konnte ich bisher nichts tun außer darüber zu schreiben und zu reden. Es hat mich gereizt das Zepter mal selber in die Hand zu nehmen. Ich möchte Schallplatten machen, und ich möchte das verbreiten was ich für gute Musik halte. Der Rest passiert einfach.

„Catch the Beat“ – was steckt hinter dem Namen?

Ich bin HipHop und ich wollte einen Namen der das repräsentiert. In einem Gespräch mit einer Freundin über mögliche Namen, bin ich dann bei diesem Song Titel von T Ski-Valley hängen geblieben. Da ich schon immer Beats liebte, selber welche mache, stundenlang darüber reden kann, ich auch Beat Platten machen wollte, und ich auch sofort eine bildliche Assoziation für ein Logo hatte, und es auch noch eine klassische  HipHop Referenz ist, war das der berühmte Arsch auf dem Eimer. Mousse T hat mir mal gegenüber behauptet er besäße die original Einzelspuren von dem Song. Wenn er mir die gibt ist alles aus. Übrigens: Wer genau aufpasst wird auch weitere klassische HipHop Referenzen im Artwork und im Vinyl selber verewigte entdecken. Ich habe da komplett den Nerd in mir raus gelassen.

Catch the Beat

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dein erstes Release ist der Soundtrack zum Skatefilm „Street Jazz“ von der Hamburger Skatemarke TPDG und Regisseur Gerrit Piechowski. Wie kam es zu der Zusammenarbeit?

Ich hatte schon länger mit dem Gedanken gespielt ein Label zu machen. Aber ich wollte ein besonderes Projekt mit dem ich anfangen kann. Als Ben Wessler von TPDG mir bei einem Gespräch ganz beiläufig die Rohversion des Films gezeigt hat, war ich sofort von diesen Bilder begeistert. New York ist die Traumstadt meiner Kindheit. Nach einigen Gesprächen war dann klar dass wir es zusammen machen wollen.

 

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TPDG – Street Jazz from PLACE Magazine.

 

Nach welchem Schema hast Du die Tracks für den Soundtrack ausgewählt?

Ich hatte ein Konzept erstellt in dem emotionale Stimmungen und definierte Aufgaben beschrieben waren, und ich habe zuerst versucht durch dieses Konzept von den Produzenten Reaktionen in Form von Beats zu bekommen. Da aber alle beteiligten zum ersten mal in dieser Form gearbeitet haben ist das grandios gescheitert. Also habe ich mir so viele Beats wie möglich schicken lassen, und habe am Ende von jedem Künstler 4-5 Beats ausgesucht. Diese Songs habe ich dann dem Regisseur Gerrit Piechowski und Ben Wessler von TPDG vorgestellt. Zusammen haben wir dann entschieden welche Stücke am besten auf die Bilder passen.

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Gerrit Piechowski

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einige Instrumentals von Busy, Dexter, Suff Daddy, Figub Brazlevic, Morlockko Plus, Brisk Fingaz, Kova und Kinski wurden exklusiv für den Film produziert – woher die Connection?

Ich bin ein riesen Fan dieser Produzenten und kenne sie dank meines Berufes schon sehr lange persönlich. Und einiges ist auch durch Zufall passiert. So hat mir Busy einfach aus Spass Songs aus seinem 20 Jahre alten Archiv gezeigt. Wir reden also von Songs die auch den Stieber Twins, Cora E oder Curse vorlagen. Und dabei habe ich dann diese Perle entdeckt. Busy und ich arbeiten da auch gerade an etwas. Das wird sehr spannend. Kova wiederum kenne ich auch schon rund 20 Jahre. Und er ist für mich einer der meist unterschätzten Produzenten in Deutschland. Deshalb ist er auch das erste signing auf Catch The Beat und er wird das nächste Album auf dem Label machen. Er hat sich da ein verrücktes Konzept ausgedacht, in dem Jazz Samples kombiniert werden mit ungewöhnlichen Klängen. Klingt viel besser als es sich liest.

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Was steht als nächstes auf der Catch the Beat Agenda?

Ganz Aktuell haben wir mein neuestes Mixtape „Jeep Beats Vol.2“ veröffentlicht was man sich hier anhören kann.

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Darauf sind auch 4 Tracks vom Street Jazz Soundtrack zu hören.  Dann wird es die Soundtrack Release Partys mit Morlockko Plus, Figub Brazlevic, Busy, Kova und mir geben in Stuttgart, Hannover und Berlin. Was, wann, wer  und wo gibt es hier.

Das zweite Release wird wie erwähnt von Kova sein. Ich plane aber natürlich auch schon die weiteren Veröffentlichungen. Dazu wird eine regelmäßige Veranstaltungsreihe in Hamburg kommen. Man kann also sagen die Rasierung von Deutschrap ist eingeleitet.

Den Street Jazz Soundtrack gibt es NUR im Kapitalismus Jetzt Shop zu kaufen.

 

Catch The Beat Label Seite

Falk Schacht aka Social Media Boy auf Facebook, Twitter & Instagram 

 

 

Nicolette

Nicolette liebt es ihr Bier auf dem Bürgersteig zu trinken, kann auf High-Heels nicht laufen und backt Plätzchen wenn sie eine Schreibblockade hat. 2013 launchte sie gemeinsam mit Ihrem Homie Janny Schulte das Superlative Magazine - It's a Herzblut Thing.

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