KURT VONNEGUT

Hiermit erweitern wir die Kategorie Superlative Women um die andere Hälfte unserer Spezies, die Männers…

Früher wollte man die Pimmelträger teilweise nicht bei den Feministinnenmeetings dabei haben. Das ist irgendwie verständlich, damals ging es den Frauen wohl in erster Linie darum, erst einmal für sich ganz alleine klar zu kommen und eine Linie finden.

Die Zeiten sind, Gott sei’s gedankt vorbei, und wir ziehen alle gemeinsam an einem Strang, wenn es darum geht den negativen Auswirkungen des Patriacharts entgegenzuwirken.

Deswegen sagen wir: Emanzipation ist keine Einbahnstraße, sondern geht uns alle an, und stellen ab jetzt großartige Kerle vor, die ihren Beitrag zu einer besseren Welt leisten, oder geleistet haben.

Den Anfang macht ein sehr sympathischer und beeindruckender Schriftsteller:

Superlative Man: Kurt Vonnegut

“I tell you, we are here on earth to fart around, and don't let anybody tell you different” Kurt Vonnegut

“I tell you, we are here on earth to fart around, and don’t let anybody tell you different” Kurt Vonnegut

Wer sich für Literatur begeistert und nur ansatzweise eine humanistische Grundeinstellung zum Leben hat, wird Kurt Vonnegut lieben. Der hauptsächlich für seine Science Fiction Romane bekannte Schriftsteller ist ein wahrer Meister seiner Kunst.

Von ihm stammen Sätze wie:
„Wenn Jesus heute lebte, würden wir ihn mit einer tödlichen Injektion umbringen. Das nenne ich Fortschritt. Wir müssten ihn aus demselben Grund umbringen, aus dem er schon mal umgebracht wurde. Seine Ideen sind einfach zu linksliberal.“

Das freiheitsliebende Gedankengut, das sich in all seinen Werken wiederfindet, stammt nicht von ungefähr.
Seine Familie, deutsche Auswanderer aus dem Münsterland, waren in langer Tradition Freidenker.

Trotzdem meldete sich der gerade mal 21 jährige freiwillig zur US Army und diente während der Ardennenoffensive als Soldat in einer Aufklärungseinheit.
Bald gerät er in Kriegsgefangenschaft und erlebt die Bombardierung und fast vollkommene Zerstörung Dresdens. Immer wieder verarbeitet er diese Eindrücke in seinen Werken und es ist herzzerreißend zu lesen, wie sehr er es bedauert, das „…Dresden, eine wunderschöne Stadt, erbaut im Geiste der Kunst, Symbol eines wunderbaren Erbes, so antinazistisch eingestellt, dass Hitler sie während seiner gesamten Herrschaft nur zweimal besuchte…“, von den Alliierten brutal zerstört wird.

“True terror is to wake up one morning and discover that your high school class is running the country“ Kurt Vonnegut

“True terror is to wake up one morning and discover that your high school class is running the country“ Kurt Vonnegut

Zurück in den USA arbeitet er zuerst als Polizeireporter und PR Fachmann, bis er ab 1950 mit seinen Kurzgeschichten und Romanen seine finanzielle Unabhängigkeit erreicht.
Der Ehrenpräsident der „American Humanist Association“ setzte sich Zeit seines Lebens für ein menschlicheres Miteinander ein und war bis zu seinem Tod 2007, erbitterter Gegner der Kriegspolitik von George W. Bush.

Kurt Vonneguts Werke strotzen nur so vor Ironie und er nimmt die Menschen sehr kritisch unter die Lupe, gesteht ihnen jedoch immer wieder ihre Menschlichkeit zu.
Er verurteilt nicht dogmatisch, sondern nimmt seine Gegner spitzfindig auf´s Korn und führt ihnen ihre eigene Dämlichkeit vor Augen.
Er ist sich der Vielschichtigkeit des Lebens bewusst und das macht ihn zu einem Schriftsteller der Hoffnung gibt. Weil er klar denkt und sich den Problematiken der Welt nicht verschließt und dabei dem Leser immer einen philosophischen Ausweg über den Humor anbietet.

Das gefällt uns ausgesprochen gut, und würde Kurt Vonnegut noch leben, würden wir ihm einen Brief schreiben, so mit ganz vielen Herzchenaufklebern und so.

 

 [infobox bg=“redlight“ color=“black“ opacity=“on“ subtitle=“www.vonnegut.com“]Kurt Vonnegut[/infobox]

 

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Janny Schulte

Even though my mom raised me right that rap shit saved my life and sometimes I may look kinda funny but ain´t no fool cause whatever I want to do I make it clever. Still life as a shorty shouldn´t be so rough but I´m leaving the past cause I learned I´m the only motherfucker that can change my life.

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