Photo of the Day: „Wüstenplanet“ by Thomas Kalak

Wuestenplanet by Thomas Kalak

Wüstenplanet by Thomas Kalak

1. Hey Thomas, stell Dich kurz vor!
Ich komme aus der Münsteraner Skateszene der späten 70er und 80er Jahre. 1985 begann ich zu fotografieren. Zuerst schoss ich natürlich nur Skateboarding und konnte etliche Skate- und Jugendmagazine aus dieser Zeit bebildern.
Ab 1990 prägte mich die Zusammenarbeit mit dem Herausgeber der I-D London, Terry Jones. Da wurde mir erstmals klar was Fotografie alles kann. Im Laufe der Jahre arbeitete ich in verschiedenen Bereichen, Sport, Mode, Touristik, Reportage usw.
Inzwischen verfolge ich intensiv meine eigenen Fotoprojekte neben der kommerziellen Fotografie.
Z.B. die „Bangkok Cable Ways“ die 2011 im Münsteraner „Kunstmuseum Pablo Picasso“ ausgestellt wurden. Mein aktuelles Buch „Archäologie“ zeigt Eindrücke der westfälischen Archäologie. Im Düsseldorfer Landtag ging gerade die entsprechende Ausstellung zuende. Ich bin ein vielreisender Mensch und liebe fremde Länder und Kulturen. Ich bevorzuge arabische Wüsten und asiatische Kulturdenkmäler.

2. Warum ist dieses Bild Deine persönliche Lieblingsarbeit?
Ich nenne es „Wüstenplanet“ und es gefällt mir aus folgenden Gründen: Fotos mit subtiler, in diesem Fall leicht beiger Farbgebung gefallen mir. Da kommt der Ästhet in mir durch, der in der Fotografie Form und Farbe oft lieber mag als z.B. eine spektakuläre Momentaufnahme aus einem Krisengebiet welches vorrangig eine Geschichte erzählt. Dazu kommt, dass dieses Foto keinerlei Photoshop-Arbeit benötigt. Es ist absolut authentisch und unverfremdet. Ich versuche hier also nicht mit Hilfsmitteln eine Illusion zu schaffen. Ein Merkmal meiner aktuellen Arbeiten wie z.B. in der Serie „Archäologie“ ist die Sachlichkeit, die Ehrlichkeit in dem Abbild, fernab von affektierten, aufgepushten Photoshoparbeiten.

Thomas Kalak

Thomas Kalak

3. Gibt es eine Geschichte dahinter, wie ist es entstanden?

„Wüstenplanet“ wurde mit einer EOS 1 Ds Mark III und einem 24-70/2,8 Mark II in Dubai aus einem Hubschrauber geschossen.
Ich wartete auf einen Tag mit sehr viel Sand und Staub in der Luft, das lässt das Bild mystisch anmuten.
Die charakteristische Skyline könnte sich auf einem fernen Planeten befinden. Erinnerungen an „Star Wars“ werden wach.

4. Was bedeutet Fotografie für Dich?
Fotografie kommt für mich direkt nach dem Skaten. Beide Sachen haben Teile meines Lebens ausgefüllt, ich spreche gerne von meinem ersten Leben als Skater und meinem zweiten Leben als reisender Fotograf. Durch die Arbeit mit vielen grossen Touristikunternehmen hatte ich die Möglichkeit mehrmals die Welt zu bereisen. Eine unglaubliche Erfahrung für das Leben. Was die Fotografie anbelangt, ich lerne täglich dazu und schreite in meinem Entwicklungsprozess ständig vorwärts. Dazu gehört aber auch, dass man regelmässig seine Bilder aus den letzten Jahren schlecht und nur die aktuellen gut findet. Das ist dann immer der Beweis, dass man vorwärts gekommen ist. Ich arbeitet im Laufe von fast 30 Jahren mit unterschiedlichen Kameras, angefangen bei einer Kompaktkamera für 30 Euro, über eine Canon AE-1 Programm, Nikon F100, Noblex Pro 6/150, Mamiya RB 67, Fuji GSW 690, Linhof Technika 13×18, im Moment nehme ich eine Eos 1DS Mark III mit dem neuen 24-70, 2,8 Mark II.

www.thomaskalak.com

Vertreten duch „Avenger Photographers“

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